Tierkrankheiten Hamster & Meerschweinchen

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Verletzungen

Bissverletzungen treten nach Kämpfen zwischen den Tieren immer wieder auf. Aber auch durch Gegenstände im Käfig oder im Auslauf können Fleischwunden entstehen.
Hamster und Meerschweine können kleinere Wunden aber über ihr „Heilfleisch“ selbst gut ausheilen. Kleinere Wunden heilen so auch ohne das Eingreifen des Menschen meist rasch über die Selbstheilungskräfte der Tiere.
Trotzdem sollten sie die Wunde immer gut beobachten und bei Verdacht auf eine Entzündung oder bei größeren Wunden einen Tierarzt aufsuchen. 
Bei schlecht heilenden Wunden wird manchmal das Mittel Kamillosan empfohlen. Problem hierbei ist, dass viele Tiere dadurch erst recht an den Wunden knabbern bzw. das Mittel abschlecken. Der Alkohol, welcher bei Kamillosan enthalten ist, hat dabei eine eher negative Auswirkung auf das Tier.
 
Schwanzverletzungen


Der Schwanz mancher Nager, wie zB. des Degus ist besonders empfindlich - die Tiere daher niemals am Schwanz festhalten oder gar hochheben. Durch Unfälle im Käfig oder falsche Griffe am Tier kann die Haut am Schwanz einreißen, oder gar ganz abreißen. Bei groben Verletzungen kann das Tier an der verletzten Stelle den Schwanz abbeißen.
 
Tiere ohne Schwanz sind meist nicht besonders beeinträchtigt. Allerdings kann das Tier Schwierigkeiten bei der Balance bekommen, da der Schwanz als Balancehilfe gebraucht wird.
 


Behandlung:
 
Wie bei kleineren Fleischwunden gilt, dass das Tier bei Verletzungen des Schwanzes meist selbst – ohne Einfriff des Menschen – zurecht kommt. Im Zweifelsfall und bei Entzündungen sollte man aber den Tierarzt aufsuchen.
Auf Medikamentation sollte der Halter verzichten, wenn der Tierarzt es nicht anders anordnet. Dieser behandelt die Wunden meist mit desinfizierenden Sprays. Stark blutende Wunden müssen genäht werden. Salben und andere Mittel haben bei Nagetieren oft wenig Sinn, da der Nager diese gerne ableckt.