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Tumore

Allgemein
Tumore und Abszesse gehören zu den Krankheiten, von welchen Ratten am häufigsten betroffen sind. Wie bei Hunden und anderen Haustieren ist ein Grund in der Züchtung der Tiere für die Häufigkeit von Tumoren verantwortlich.
Man spricht oft fälschlicherweise nur bei Krebsgeschwulsten von Tumoren. Richtig ist, dass Tumore Neubildungen von Körpergewebe durch eine Fehlregulation des Zellwachstums sind. Hier unterscheidet man in gutartige (benigne) und bösartige (maligne) Tumore.
Daher gehören auch Abszesse zu den Tumoren, ebenso wie ein Krebsgeschwür.
 
Ursachen
Die Tumorentstehung ist meist schon in den Vererbungsanlagen begründet. Bei vielen Ratten sind sie Zeichen des Alters.
Abszesse sind meist Folge von Infektion und tauchen auch nach Verletzungen auf.
 
Symptome
Tumore sind leicht zu erkennen. Man kann harte oder weiche "Knubbel" unter der Haut, oder an den Ballen sehen und fühlen. Tumore können oft sehr schnell wachsen. Je eher man den Tumor erkennt und zum Tierarzt geht, desto höher sind die Chancen der Heilung.
 
 
Behandlung
Tumore können fast an jeder Stelle des Körpers einer Ratte auftreten. Treten sie an außenliegenden Stellen auf, dann kann der Tierarzt diese meist chirurgisch relativ leicht entfernen.
Sollten die Tumore innerlich auftreten, wie z.B. ein Gebärmuttertumor, sind nur schwer und mit geringen Chancen zu entfernen.
Der Tierarzt muss jedoch entscheiden, ob sich ein Tumor entfernen lässt. Dabei sollte der Allgemeinzustand der Ratte stabil genug für eine Operation sein. Im positiven Fall sollte man schnell operieren lassen (bevorzugt mit Inhalationsnarkose), bevor der Tumor zu groß dafür geworden ist und andere Körperteile oder innere Organe in Mitleidenschaft zieht.

Sollte der Tumor nicht operabel sein, so sollte man der Ratte das Leben so angenehm wie möglich machen. Sofortiges Einschläfern muss nicht sein, solange das Tier noch aktiv ist.
Leider kommen einige dieser Tumore innerhalb eines Zeitraumes von 2 - 3 Monaten wieder. Dies ist nicht die Regel, kann aber passieren.
 
Abszesse: Abszesse sehen auf den ersten Blick aus wie normale Tumore. Sie werden jedoch nicht operiert, sondern geöffnet, ausgedrückt und gespült. Wichtig ist, dass die Wunde immer offengehalten und gespült wird, damit die Heilung von innen nach außen stattfindet und dadurch keine Bakterien im Inneren der Wunde übrig bleiben. Mit homöopathischen Mitteln (Silicea D6 zum verflüssigen des Eiters oder Hepar Sulfuris D6 zur Abszessreifung) kann man die Heilung unterstützen. Dosierung bitte beim Tierarzt erfragen.