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Q-Fieber

Q-Fieber (Query-Fieber) ist eine durch ein Bakterium verursachte Zoonose. Das heißt, die Krankheit ist vom Rind bzw. Schaf auf den Menschen übertragbar. Dabei ruft das Q-Fieber grippeähnliche Symptome hervor. Der Erreger kann als Sporen z. B. in Staub, Heu oder auf Wolle jahrelang überleben und infektiös bleiben.
 
Betroffen sind in Deutschland vor allem Schafe, aber auch Rinder. Die Übertragung erfolgt meist durch das Einatmen kontaminierten Staubs. Eine Mensch-zu-Mensch-Übertragung kommt nur in Ausnahmefällen vor. Die Inkubationszeit beträgt 9 bis 40 Tage.
Q-Fieber ist eine in der Bundesrepublik Deutschland nach dem Infektionsschutzgesetz meldepflichtige Erkrankung.
 
Symptome
In etwa der Hälfte der Fälle verläuft die Infektion unbemerkt oder mit nur milden Symptomen. Das meist grippeähnliche Erscheinungsbild kann mit abrupt einsetzendem Fieber, starker Abgeschlagenheit, starken Kopf- und Muskelschmerzen, Appetitverlust, trockenem Husten, Brustschmerz, Schüttelfrost, Verwirrtheit einhergehen. In seltenen Fällen kommt auch Übelkeit, Erbrechen und Durchfall hinzu.
Das Fieber hält etwa 7 bis 14 Tage an, darum wird die Krankheit auch synonym als 7-Tage-Fieber bezeichnet.
Im Verlauf der Krankheit kann das betroffene Rind oder Schaf auch eine Lungenentzündung ausbilden. Dieses meist nach 4-5 Tagen autretende Krankheitsbild kann in einem lebensbedrohlichen Atemnot-Syndrom gipfeln.
In seltenen Fällen wirkt sich das Q-Fieber im Leberbereich aus. Hier kann es zu einer Leberentzündung kommen. Erkennbar ist diese Form der Krankheit durch generelle Abgeschlagenheit, Fieber, Lebervergrößerung, Schmerzen im rechten Oberbauch und Gelbsucht.
Ganz selten ist ein chronischer Verlauf, welcher das Herz betrifft. Hier verursacht das Bakterium eine Entzündung der inneren Herzhaut. Diese Form der Krankheit sollte so schnell als möglich behandelt werden, da sie ansonsten tödlich verläuft. Bei richtiger behandlung sterben nur 10% der betroffenen Tiere.
 
Diagnose
Der Tierarzt diagnostiziert das Q-Fieber anhand einer serologischen Untersuchung. Mit dieser wird eine Immunantwort nachgewiesen.
Ein Nachweis im Blut ist schwierig und gefährlich, da Entzündungszeichen im Blut sind weder ausreichend typisch noch aussagekräftig sind. Bei Verdacht auf Q-Fieber  müssen Herz, Leber und Gehirnwasser untersucht werden.
 
Behandlung
Die akute Form des Q-Fiebers kann durch geeignete Antibiotika allermeist erfolgreich therapiert werden. Zum Einsatz bringt der Tierarzt intrazellulär wirksame Antibiotika. Auch verschiedene Malariamittel sind hier wirksam.
 
Zur Behandlung der chronischen Form wird für eine Dauer von einem bis vier Jahren eine Zweier- oder Dreier-Kombination verschiedener Antibiotika verabreicht.
 
Es gibt einen Impfstoff gegen das Q-Fieber, welches sich für besonders exponierte Personen wie z. B. Tierärzte, Schlachthofpersonal oder Labormitarbeiter eignet. Der Impfstoff ist in Deutschland jedoch nicht zugelassen.

Praxishandbuch Pferdegesundheit Mistaufbereitung

Pferdemist ist ein sehr nützlicher organischer Dünger. Er darf aber auf Pferdeweiden zur Vermeidung der Parasitenvermehrung mit ständiger Reinfektion der Pferde – und im Hinblick auf Ekelstoffe (sie beeinträchtigen die Futteraufnahme) – erst nach aerober Verrottung/Kompostierung (=Humusbildung mit Vernichtung von Parasiten) ausgebracht werden. Die Zeitdauer der Kompostierung ist unterschiedlich. Nach eine, Jahr kann locker aufgeschichteter (im Sommer etwas feuchter gehaltener) Strohmist bereits gut verrottet sein, während Spänemist mehrere Jahre benötigt (er liefert eher saueren, torfigen Kompost, dem man beim Ausbringen noch 10% Korallalgen-Kalk zusetzen sollte). Es empfiehlt sich, Kompostmieten schattig anzulegen, möglichst durch Anpflanzung vor Austrocknung zu schützen. Sehr gut und Preiswert sind schnellwüchsige Holunderbüsche, die man um die Kompostmiete herum anpflanzt (sie haben durch ihre Ausdünstungen eine gewisse Abwehrwirkung gegenüber Fliegen, was auch als Nachbarschutzbepflanzung vorteilhaft sein kann). Optisch kann es sinnvoll sein, eine Kompostmiete mit Kürbispflanzen einzugrünen.

Dieser Beitrag stammt aus

Praxishandbuch Pferdegesundheit

Ingolf Bender, Dr. Tina Maria Ritter

232 Seiten, 142 Abbildungen
KOSMOS Verlag


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