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Nierengicht

Bei Gicht kann man grundsätzlich zwei Formen unterscheiden. Die Gelenkgicht, welche sich durch Schwellungen  und Schmerzen in den Gelenken bemerkbar macht und die Eingeweidegicht, welche vor allem Niere, Herz und Leber befällt.
 
Ursache
Beiden gemeinsam ist, dass eine Fehfunktion der Niere vorliegt. Die Niere arbeitet nicht mehr richtig, so dass Harnsäurespiegel im Blut steigt. Dabei werden die Abfallprodukte im Blut nicht mehr abgebaut. Diese lagern sich in der Folge an Gelenken und im Nierengewebe ab.
Als Ursachen gilt vor allem falsche Ernährung. Das Futter besteht aus zu wenig an Vitamin A. Der Vogel nimmt zu wenig Wasser auf. Dies alles begünstigt eine Erkrankung der Nieren und kann somit zur Gicht führen.
 
Symptom
Eine Nierengicht ist sehr schwer zu erkennen. Fast unmöglich kann man im Anfangsstadium Auffälligkeiten bemerken, weil diese gar nicht auftreten. Erst nach einer gewissen Zeit treten Symptome auf. Typisch ist Durchfall und Teilnahmslosigkeit des Vogels.
Der Vogel verliert an Gewicht. Außerdem leidet das Tier an Krämpfen. Schließlich tritt bei Nichtbehandeln der Tod ein.
Der Tierarzt kann eine Nierengicht mithilfe einer Blutuntersuchung feststellen. Hier zeigt sich ein erhöhter Harnsäurespiegel. Auch über eine Röntgenaufnahme kann Nierengicht festgestellt werden.
 
Behandlung
Das Problem bei der Nierengicht ist, dass die Symptome erst bei fortgeschrittener Krankheit auftreten. So kann eine vollständige Heilung meist nicht mehr erreicht werden. Vielmehr richtet sich die Behandlung danach aus den Krankheitsverlauf zu verlangsamen, oder bestenfalls zu stoppen.
Neben der Gabe von Medikamenten sollte der erkrankte Vogel gesund ernährt werden. So ist der Eiweißgehalt des Futters zu reduzieren, damit nicht noch mehr Harnsäure produziert wird.
Frisches Obst und Grünzeug und genügend Trinkwasser sollte immer zur Verfügung gestellt werden. Dem Trinkwasser kann zusätzlich Vitamin-A und Vitamin-B12 zugesetzt werden. Da manche Tiere solches Wasser verschmähen kann man in Das Trinkwasser auch kleinste Mengen Traubenzucker zusetzen.
Erkrankten Tieren kann man helfen, indem man sie in einem warmen, trockenem Klima hält. Feuchte Luft und vor allem kalte Luft schaden dem Tier hier zusätzlich.