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Milben

Eines der häufigsten Probleme bei Reptilien und Schlangen in Terrarien sind Milben. Die lästigen Parasiten werden meist über befallene Neuzugänge eingeschleppt, oder über verunreinigte Einrichtungsgegenstände eingeschleppt. Auch im Sand oder Kies können Milbeneier versteckt sein. Die Bisse der Milben stören nicht nur Hund und Katz, sondern leider auch Schlange und Gecko. Anders als andere Haustiere und Menschen reagieren Repilien nicht mit einer Allergie gegen Milben.
 
 
Symptome
Das Tier kratzt sich. Mit ausdauerndem Reiben an Ästen oder sonstigem Gegenständen versucht das Tier sein Leiden zu begegnen. Außerdem geht das befallene Tier außergewöhnlich oft und gerne ins Wasser und badet lange. So versucht das Tier die Milben zu vertreiben und die juckenden Folgen der Bisse von Milben zu lindern
 
Wie bei Hunden und Katzen kann man bei genauem Hinsehen kleinste schwarze Pünktchen auf dem befallenen Reptiel erkennen, oder auch im Terrarium erkannt werden.
 
Da sich Milben vom Blut des Wirts ernähren, kann es bei einem sehr hohen Milbenbefall zu Todesfällen kommen. Der Blutverlust kostet die befallenen Tiere so viel Energie, dass gerade geschwächte und junge Tiere dies nicht ausgleichen können.
 
 
Behandlung
Bei Milbenbefall bietet sich zunächst die Behandlung durch ein ausgiebiges Bad des Patienten an. Unterstützend kann man zu dem lauwarmen Wasser etwas Öl, am besten Olivenöl, geben. Bei dem Bad ersticken die Milben und fallen ab. Für die erste Zeit aber ohne Öl baden, so dass das Tier auch von dem Wasser trinken kann. Nach einiger Zeit das Tier in das Wasser setzen und 10-15 Minuten baden. Zum Schluss das Tier abreiben. Diese Behandlung nach einigen Tagen wiederholen. Man sollte das so behandelte Tier auch nicht wieder in ein potentiell mit Milben versuchtes Terrarium geben, sondern separat in einem Quarantäneterrarium.
 
Zur Bekämpfung von Milben gibt es auch verschiedene Schädlingsbekämpfungsmittel. Mit dem Mittel sollten sowohl das befallene Tier, als auch das Terrarium behandelt werden. Hier sollte man Vorsicht walten lassen und verhindern, dass das Schädlingsbekämpfungsmittel mit dem Trinkwasser vermischt wird.
 
Milbeneier sind widerstandsfähig und bis zu 2 Wochen „aktiv“. Daher sollte man darauf achten, dass nicht nur die Milben am Tier, sondern auch die Eier abgetötet werden. Zu diesem Zweck kann man die „Einrichtung“ von Terrarien auch bei 220 Grad in einem Backofen stellen. Sand und Kies sollten ganz ausgetauscht werden.

Die Behandlung gegen Milben und ihre Bisse sind bei Reptilien damit ähnlich der bei Hunden und Katzen.