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Legenot

Legenot ist eine Krankheit, welche bei weiblichen Vögeln und Reptilien vorkommt. Bei Reptilien sind besonders Schildkröten, aber auch Bartagamen oder auch das Jemenchamäleon betroffen. Das Weibchen möchte hier ihre Einer ablegen, aber es gelingt ihr nicht oder aber sie hat im Anfangsstadium große Schwierigkeiten mit der Eiablage. Grund ist, dass das Ei im Legedarm oder der Kloake steckengeblieben ist und nicht weiterkommt. Wenn man gegen Legenot nicht handelt, kann das zum Tod der Agame, des Chamäleon etc. führen.
 
Ursache
Legenot kann verschiedene Ursachen haben. Meist sind junge Weibchen bei ihrer ersten Eiablage betroffen. Die Eier sind hier oft zu groß und bleiben stecken. Ein weiterer Grund kann sein, dass die Eier eine zu weiche Schale haben und darum stecken bleiben.
Auch eine Mangelernährung kann ursächlich für Legenot sein. Ein Mangel von Vitaminen oder Mineralstoffen kann Legenot bedingen. Diese Ursache findet man bei Bartagamen, dem Jemenchamäleon und Schildkröten häufig.
Bei Schildkröten in Außengehegen kommt es vor, dass Legenot wegen zu großer Kälte auftritt. Auch niedrige Luftfeuchtigkeit kann sich negativ bemerkbar machen.
Schließlich haben auch dicke Tiere (Agamen/Schildkröten) und Tiere die zu häufig Eier ablegen Probleme bei der Eiablage.
 
Symptome
Unter Legenot leidende Reptilien zeigen ein insgesamt aufgeregtes Verhalten. Die weibche Bartagame versucht immer wieder ihre Eier abzulegen. Dabei versucht sie stark zu pressen. Dies wird von lauten, verzweifelten Rufen begleitet. Beim Legeversuch gehen oft große, dünne Kotballen ab. Manchmal sind diese mit Blut vermischt.
 
Die Tiere sind nervös und ruhelos. Häufiger Platzwechsel des  ist ebenso typisch wie der Versuch die schmerzende Unterleibsgegend zu entlasten. Bei Jemenchamäleons, Bartagamen bzw. anderer betroffenen Reptilien geschieht dies über eine starke Spreizung der Beine.
 
Reptilien graben immer wieder eine Kuhle zu Eiablage, versuchen die Eier herauszupressen um dann wieder ruhelos im Terrarium umherzugehen.
Wenn man nicht reagiert, sind die Weibchen mit der Zeit völlig entkräftet.
Bei verschiedenen Tieren kann man als erfahrener Tierhalter das Problem auch ertasten. Am Unterleib kann eine leichte Wölbung erkannt werden. Unter Umständen kann es durch das starke Pressen zu einem Kloakenvorfall kommen.
In der Endphase fallen die betroffenen Weibchen in eine Art Schockzustand und sind nicht mehr bewegungsfähig. Sie verenden dann.
 
Behandlung
Gerade bei Reptilien wie den oben angesprochenen Schildkröten, Bartagamen oder dem Jemenchamäleon hilft schon eine Behandlung mit Wärme und einer Erhöhung der Luftfeuchtigkeit. Um das Rutschen der Eier zu erleichtern kann man in die Kloake der Tiere auch eine Flüssigkeit träufeln. Hier bietet sich Rizinusöl an.
 
Bei größeren Tieren kann man versuchen die Eier mit einer Bauchmassage vorsichtig zu lösen. Bei kleineren Tierenist davon abzuraten, da die Eier hier leicht brechen können.
 
Wichtig: Nicht zu lange versuchen die Legenot selbst zu kurieren. Die Empfehlungen gehen von höchstens zwei Stunden aus, in welchen man selbst versuchen kann etwas gegen Legenot zu unternehmen. Spätestens dann sollte der Tierarzt hinzugezogen werden. Auch wenn Bartagamen und andere Reptilien keine Schmerzenslaute von sich geben können - die Tiere leiden extrem.
 
Dies gilt für Vögel, wie auch für Reptilien. Gerade auch bei Schildkröten ist Legenot nicht selten. Bei ihnen kann eine operative Entfernung der Eier nötig werden. Bei Bartagamen und dem Jemenchamäleon ist dies nur in Ausnahmefällen nötig.