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Lämmerlähme

Die Lämmerlähme ist eine Krankheit die vor allem bei edlen oder veredelten Lämmern auftritt. Meist werden Lämmer in den ersten 2 bis 8 Wochen ihres Lebens betroffen. Die Krankheit tritt vor allem in den Monaten Dezember, März und April auf. Es kommt vor, dass die Hälfte eines Jahrgangs von Lämmerlähme hinweggerafft werden.
 
Symptome
Lämmerlähme tritt ganz plötzlich auf. Das bis dahin muntere Lamm wird träge, liegt viel und steht fast gar nicht mehr auf. Man kann warme und geschwollene Gelenke ertasten und das Lamm hat starke Schmerzen. Die Gliedmaßen versteifen sich stetig und in kurzer Zeit ist der ganze Körper des Lammes davon betroffen. An verschiedenen Stellen des Körpers, aber vor allem an den Gelenken, bilden sich rundliche, weiche, schmerzhafte Gewülste und ein raudeartiger Ausschlag. Das Tier bekommt Durchfall. Bei Nichtbehandlung tritt bald darauf der Tod ein.
 
Ursache
Die Ursachen der Lämmerlähme sind noch nicht sicher ermittelt. Es steht aber fest, dass zu nahrhaftes Futter bei den Muttertieren zu zu fetter Milch führt und diese Lämmerlähme begünstigt.
Als gesichert gilt auch, dass ein nicht ausreichend desinfizierter Nabel und schlechte hygienische Haltungsbedingungen die Bildung von Eiterbakterien begünstigt. Diese wandern ins Innere des Lammes, wo sie sich auch in den Gelenken festsetzen.
 
 
Behandlung
Nabel kürzen und Ausstreifen. In Jod baden. Verabreichung von entsprechenden Antibiotika.
 
Muttertiere und das sichtbar erkrankte Lämmer erhalten oft ein Abführmittel und Klystiere. Die Beine der Lämmer werden eingerieben und die Lämmer in speziellen Bädern gebadet. Bei vorgerückter Erkrankung wird versucht den Eiter zu lösen bzw. aus dem Körper herauszuziehen.
 
Bei frühzeitiger Behandlung stehen die Heilungschancen nicht schlecht, daher sollte der Tierarzt bei Verdacht so schnell als möglich hinzugezogen werden.

Praxishandbuch Pferdegesundheit Mistaufbereitung

Pferdemist ist ein sehr nützlicher organischer Dünger. Er darf aber auf Pferdeweiden zur Vermeidung der Parasitenvermehrung mit ständiger Reinfektion der Pferde – und im Hinblick auf Ekelstoffe (sie beeinträchtigen die Futteraufnahme) – erst nach aerober Verrottung/Kompostierung (=Humusbildung mit Vernichtung von Parasiten) ausgebracht werden. Die Zeitdauer der Kompostierung ist unterschiedlich. Nach eine, Jahr kann locker aufgeschichteter (im Sommer etwas feuchter gehaltener) Strohmist bereits gut verrottet sein, während Spänemist mehrere Jahre benötigt (er liefert eher saueren, torfigen Kompost, dem man beim Ausbringen noch 10% Korallalgen-Kalk zusetzen sollte). Es empfiehlt sich, Kompostmieten schattig anzulegen, möglichst durch Anpflanzung vor Austrocknung zu schützen. Sehr gut und Preiswert sind schnellwüchsige Holunderbüsche, die man um die Kompostmiete herum anpflanzt (sie haben durch ihre Ausdünstungen eine gewisse Abwehrwirkung gegenüber Fliegen, was auch als Nachbarschutzbepflanzung vorteilhaft sein kann). Optisch kann es sinnvoll sein, eine Kompostmiete mit Kürbispflanzen einzugrünen.

Dieser Beitrag stammt aus

Praxishandbuch Pferdegesundheit

Ingolf Bender, Dr. Tina Maria Ritter

232 Seiten, 142 Abbildungen
KOSMOS Verlag


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