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Tierkrankheiten Kaninchen
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Ursachen
Kaninchen vertragen als Höhlenbewohner und dämmerungsaktive Tiere hohe Temperaturen nur schlecht. Kaninchen können nicht schwitzen, sie hecheln kaum und durch ihr dickes Fell sind sie fast nicht in der Lage, Wärme abzugeben, nur über die Ohren können sie ihre Temperatur etwas regeln. Es benötigt also keine Sauna um die Gefahr eines Hitzschlags bei Kaninchen auszulösen.
So bringt die Aussenhaltung in der wärmeren Jahreszeit einige Probleme mit sich. Bei sehr hohen Umgebungstemperaturen (direkte Sonneneinstrahlung, keine schattigen Rückzugsmöglichkeiten), besonders auch bei hoher Luftfeuchtigkeit, kann es zu Überhitzung des Kaninchens kommen.
Als weitere Ursachen kann man überfütterte, dicke Tiere, sowie alte oder schwangere Tiere sehen, da diese öfter betroffen sind. Bei starker Hitze sind Transporte zu vermeiden oder nur in klimatisierten Fahrzeugen durchzuführen.
Symptome
Die Symptome eines akuten Hitzeschlags sind: völlige Teilnahmslosigkeit - die Tiere liegen auf der Seite, schnelle flache Atmung - Flankenatmung, schneller schwach fühlbarer Puls. Sollten Sie diese Symptome bei heißem Wetter bei einem sonst gesunden Kaninchen bemerken ist unverzüglich zu handeln.
Maßnahmen
Zur Behandlung eines Hitzschlags wickeln Sie Ihr Kaninchen in ein kühles, feuchtes Tuch.
Flüssigkeit zu trinken geben
Tauchen Sie seine Pfoten in kühles Wasser ein.
Fahren Sie sofort zum Tierarzt, dieser wird dem Tier Infusionen geben und ggf. Mittel gegen Kreislaufversagen
Wichtig
Ein unbehandelter Hitzeschlag kann innerhalb kurzer Zeit zum Tod des Tieres führen. Daher sofort den Tierarzt zur Behandlung aussuchen!
Immer wieder wird unter Pferdeleuten diskutiert: >>Weide- und Paddockdecke, ja oder nein?<< Normalerweise kommen Pferde mit trocken-kaltem Klima (auch weiter unter der Null-Grad-Grenze) erheblich besser zurecht als mit nasskaltem „Waschküchenwetter“ und stark auskühlendem Wind (=April- und Spätherbstwetter). Auch Pferde, die regelmäßig, auf der Weide grasen und Außen-Klimareize gewohnt sind, können –wenn sie über einen längeren Zeitraum nasskaltem Regenwetter ausgesetzt werden, mit Zittern reagieren. Das Kälte-Muskel-Zittern ist zunächst kein Krankheitssymptom, sondern eine physiologische Körperreaktion zur Aufwärmung, sollte aber grundsätzlich verhindert werden. Deshalb empfiehlt es sich, Pferden der empfindlichen Rassen des Südtyps (u.a. Araber, Warmblüter, Vollblüter) und alten Pferden ab etwa 18 bis 20 Jahren sowie kranken bzw. geschwächten Pferden – wenn sie bei nasskaltem Regenwetter länger als eine halbe Stunde rauskommen, was an sich der positiv wirkenden Abhärtung dient, atmungsaktiven Regendecken aufzuziehen. Diese sollten jedoch nach Möglichkeit niemals ganztägig auf dem Pferd verbleiben, da sonst Kälterezeptoren und Hautstoffwechsel erlahmen sowie die wichtige Vitamin D-Produktion eingeschränkt wird.
Dieser Beitrag stammt aus
Praxishandbuch Pferdegesundheit
Ingolf Bender, Dr. Tina Maria Ritter
232 Seiten, 142 Abbildungen
KOSMOS Verlag
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