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Federrupfen

Federrupfen ist ein Krankheitsbild, das bei Wellensittichen und Papageien wie dem Graupapagei relativ häufig auftritt. Aber auch bei Hühnern sieht man dieses Phänomen.
 
Symptome
Man sieht die Vögel Federn aus ihrem Gefieder ziehen. Überzählige Federn werden von Wellensittiche, Hühner und anderen Vögeln immer wieder ausgerupft. Wenn dies das normale Maß übertrifft, weisen Brust und Bauch kahle Stellen auf. Die Haut ist gerötet oder auch entzündet. Nicht selten kommt es zu wahrer Selbstverstümmelung der Tiere. Blutige Stellen sind dann zu sehen. Manche Vögel fressen auch ihre Federn.
 
Ursache
Gründe dafür sind überwiegend in der Psyche der Tiere zu suchen.
Betroffen sind meist Wellensittiche und Papageien, die einzeln gehalten werden und sehr auf den Vogelhalter geprägt sind. Hat dieser einmal weniger Zeit für den Vogel, vereinsamt das Tier. Wellensittiche und andere Papageien sind Schwarmvögel die prinipiell nicht alleine gehalten werden sollen. Federrupfer werden also oft Vögel, die einsam sind und aus Langeweile diese Verhaltensstörung entwickeln.
 
Es gibt aber auch den gegenteiligen Fall. Insbesondere bei Wellensittichen und Hühnern, die in zu großen Gruppen in Volieren gehalten werden, kann Stress in der Vogelgesellschaft zu Federrupfen führen.
 
Darüber hinaus gibt es Erkenntnisse, dass Bewegungsmangel, das Vitaminmangel und Mangel an bestimmten Mineralien bzw. eine einseitige Ernährung ursächlich sind. Auch die Kürzung der Schwungfeder, welche das Fortfliegen von Papageien, insbesondere beim Graupapagei unterbinden soll, kann zu Federrupfen führen.
 
Behandlung und Prophylaxe
Bei Wellensittichen kann den Federrupfern oft durch das Zusetzen eines Artgenossen geholfen werden. Gesellschaft ist für Wellensittiche nicht nur normal, sondern die einzig tierfreundliche. Manchmal hilft allerdings nur das Halten in größeren Gruppen.
Das Vitamins K1 kann bei erhöhter Gabe zu Erfolgen führen.
 
Auch das Einsprühen von bitter schmeckende Sprays kann die Vögel vom Federrupfen abhalten. Tierärzte legen manchmal auch Halskrausen an betroffene Vögel um sie vom Rupfen der federn abzuhalten. Dies ist insbesondere dann sinnvoll, wenn das Tier bereits Entzündungen der Haut aufweist und der Vogel mit Salben behandelt werden muss.
 
Hier werden allerdings eher die Symptome behandelt. Bei erkrankten Tieren, egal ob Papageien oder Hühner, sollte daher immer auch die Haltungssituation vom Vogelhalter überdacht werden.