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Tierkrankheiten Vögel & Tauben
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Fast 50% aller Vögel leiden unter Federmilben. Bei Ziervögeln, wie dem Wellensittich ist die Federmilbe leider auch sehr verbreitet. Diese parasitären Milben leben auf, oder in den Federn von Vögeln. Bei den meisten betroffenen Vögeln bleibt dies allerdings ohne Folge und sie zeigen keine Krankheitssymptome.
Man unterscheidet die Milben je nachdem, wo diese anzutreffen sind in Federmilben (leben auf den Federn, oft an der Unterseite), Federspulmilben (leben in der Federspule) und Federbalgmilben (Im Federbalg).
Symptome
Bei starkem Befall lassen sich sowohl die Eier als auch die Milbenkolonien als helle bzw. dunkle Punkte mit bloßem Auge oder einer Lupe zu sehen. Bei Wellensittichen kann man Federmilben an den hellen Gefiederanteilen meist recht leicht erkennen. Eine Untersuchung mit dem Stereomikroskop bringt genauere Erkenntnis.
Federspulmilben lassen sich nur nach Eröffnung des Federkiels unter dem Mikroskop, bei einigen Arten auch anhand charakteristischer Bohrlöcher nachweisen. Federbalgmilben können durch Eröffnung der Federbälge und anschließendem mikroskopischen Nachweis identifiziert werden.
Die Milben sind nur bei lebenden Wellensittichen und anderen betroffenen Vögeln nachzuweisen. Sobald der betroffene Vogel verstirbt verlassen die Federmilben ihren Wirt. Daher sind tote Vögel in einen Plastiksack zu verbringen, wenn man noch den Milbenbefall nach dem Tode nachweisen lassen will.
Die von Federmilben befallenen Tiere zeigen einen gesteigerten Putztrieb. Ob dies für den Vogel tatsächlich nachteilig ist, ist ebenso umstritten, wie die Schadwirkung von Federmilben insgesamt.
Unter Umständen können Federmilben anderen Krankheitserreger transportieren. Bewiesen ist, dass Federmilben bei Tauben und Wellensittichen Allergien auslösen können.
Federbalgmilben können bei starkem Befall zu knotigen Entzündungen der Federbälge und zum Ausfall einzelner Federn, Abmagerung oder sogar zum Tod führen.
Behandlung
Ihr Wellensittich kann aufatmen - Federmilben kann man relativ leicht behandeln. Sie reagieren empfindlich auf die meisten Ektoparasitika und lassen sich daher gut bekämpfen. Der Tierarzt kann ihnen sicher das gebotene Mittel empfehlen.
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